Online Trends 2017

Internetnutzung steigt beständig

In Deutschland ist mittlerweile 89% der Bevölkerung online und dieser Trend steigt schon seit Jahren beständig. International gesehen ist dies jedoch eher dürftig: In den Niederlanden beispielsweise beträgt der Prozentsatz 95%. Auch in der Smartphone-Nutzung zeigt sich eine vergleichbare Linie: etwas niedriger als in den Niederlanden, aber mit beständigem Trend nach oben. Der deutsche Internetnutzer zeigt verglichen zum holländischen ein etwas konservativeres Internet-Verhalten: im Allgemeinen ist er zurückhaltender in der Interaktion. So sind deutsche Facebook-Nutzer lange nicht so groβzügig mit der ‚Gefällt mir‘- oder ‚Teilen‘-Funktion wie die Niederländer. Dem gegenüber steht, dass ein deutscher Fan Ihrer Facebook-Unternehmensseite viel treuer ist: während ein Niederländer nach einem oder zwei Posts, die nicht nach seinem Geschmack sind, aussteigt, gilt für Deutsche oft „Einmal Kunde, immer Kunde“. Das bietet kommerziell viele Möglichkeiten, für deutsche und für ausländische Firmen!

LinkedIn, Facebook oder XING?

In vielen Ländern ist LinkedIn derzeit unbestritten an der Spitze der geschäftlichen digitalen Netzwerke. In Deutschland hat momentan noch XING diese Position. Auβer eine gratis Registration bietet dieses Netzwerk, das sich in erster Linie auf den deutschsprachigen Raum richtet, auch diverse bezahlte Mitgliedschaften an. XING hat mittlerweile 9,6 Millionen Mitglieder, darunter 880.000 bezahlende. Derzeit ist jedoch ein Umschlag zugunsten von LinkedIn erkennbar, da hierbei das internationale Potential erheblich interessanter ist. Doch ist es für den Aufbau eines deutschen Geschäftsnetzwerks vorläufig noch empfehlenswert, sowohl bei LinkedIn als auch bei XING anwesend zu sein. Facebook wird in Deutschland noch hauptsächlich als ein persönliches Netzwerk betrachtet, bei dem man mit Freunden, Verwandten und Bekannten Informationen austauscht. Ein Deutscher klickt darum bei einer geschäftlichen Facebook Seite weniger schnell auf ‚Gefällt mir‘ oder ‚Teilen‘. Like-and- win-Aktionen, die beispielsweise in Holland sehr erfolgreich sind, haben dadurch hier oft weniger Effekt.

Achtung: Datenschutz

Die deutsche Datenschutz-Gesetzgebung bezüglich Privatsphäre, Impressum und Copyright ist erheblich strenger als die der umliegenden Länder. Wer denkt, sich hiermit nicht befassen zu müssen, weil er im Datendschungel doch nicht auffällt, ist auf dem Holzweg: spezialisierte Unternehmen forschen aktiv nach Gesetzesübertretungen im Internet und starten gerichtliche Verfahren gegen die Sünder. Extra Maβnahmen auf dem Gebiet des Datenschutzes sind damit kein überflüssiger Luxus, sondern die reine Notwendigkeit.

Smartphone auf dem Vormarsch

Auch in Deutschland sind Smartphones immer mehr auf dem Vormarsch. Die meisten Suchfragen werden hier mittlerweile auch über mobile Telefone eingegeben. Es gibt immer mehr sogenannte responsive Webseiten, die sich im Lay-Out und Design an Handys und Tablets anpassen. In Kürze wird dies auch den Inhalt betreffen, so ist die Erwartung. Der Smartphone-Nutzer sieht dann zum Beispiel einen viel kürzeren Text, der auf Wunsch ausgeklappt werden kann. Experten sehen responsive Content als einen der groβen online Trends 2017 in Deutschland.

Mit Bildern schneller das Gehirn erreichen

Untersuchungen beweisen es: Bilder erreichen das Gehirn viel schneller als Texte. Visualisierung ist darum ein anderer groβer online Trend 2017. Die Erwartung ist, dass der Gebrauch von beispielsweise Piktogrammen und sogenannten ‚Infographics‘ stark zunimmt, da diese Abbildungen vor allem auf dem Handy viele Informationen auf einen Blick geben. Aber auch Bild-Apps wie Instagram werden immer wichtiger für das online Marketing. Diese Medien eignen sich ausgezeichnet zur Vermittlung eines bestimmten Lebensgefühls und erreichen oft ein groβes Publikum.

Der deutsche Onlinemarkt – drei Fallstricke

Mit zunehmender Internetnutzung und einer Bevölkerung von mehr als 80 Millionen Einwohnern ist Deutschland für online Marketingspezialisten geradezu ein gefundenes Fressen mit einem unermesslichen Potential. Aber es liegen hier für ausländische Unternehmen auch einige Fallstricke auf der Lauer:

  • Am ‚Look and Feel‘ der eigenen ausländischen Webseite festhalten - Deutsche schätzen eine Webseite mit deutscher Ausstrahlung und perfekten deutschen Texten. Deutsche Kontakt- und Bankangaben wecken Vertrauen.
  • Die eigenen ausländischen Suchbegriffe verwenden – das deutsche Suchverhalten ist oft anders. Niederländer suchen beispielsweise auf Preis, Deutsche auf Qualität. Das führt zu anderen Suchbegriffen.
  • Keine extra Maβnahmen zum Datenschutz – dies wird von ausländischen Unternehmen oft vergessen, kann aber viel Probleme zur Folge haben.

Ein guter Marketingplan und eine durchdachte Strategie führen zudem zu wesentlich mehr – und messbarem – Erfolg als ein unvorbereiteter Start, der sich oft als Schuss ins Blaue entpuppt.

Mehr erfahren über die online Trends von 2017 oder den deutschen Onlinemarkt?

Möchten Sie mehr erfahren über die online Trends 2017 in Deutschland? Möchten Sie wissen, welche Chancen der wachsende Onlinemarkt für Ihr Unternehmen bietet? Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gern!

Kontakt aufnehmen
Digitale Transformation
Bei der digitalen Transformation geht es nicht nur um das Digitalisieren von internen Betriebsprozessen. Wir sorgen dafür, dass „digital first“ Teil Ihrer Unternehmens-DNA wird.
Mehr erfahren
All Online Business
Mithilfe von Daten und Wissen über Ihre Zielgruppe erstellen wir erfolgreiche und kreative Online-Kampagnen für Ihr Unternehmen. Mehr Leads und Konversionen!
Mehr erfahren
Digitaler Spezialist für den niederländischen und deutschen Markt
Marotura ist bereits seit vielen Jahren auf dem deutschen und niederländischen Online-Markt aktiv. Wir sind Ihr digitaler Spezialist für den deutschen und niederländischen Markt.
Mehr erfahren
Immer
auf dem neuesten Stand